KI Zusammenfassung
Essig, Natron, Zitronensäure und Kernseife: Mehr braucht es für viele selbstgemachte Putzmittel gar nicht. Mit wenigen Zutaten kannst du Reiniger für Küche, Bad, Fenster oder WC selbst herstellen und genau bestimmen, was darin enthalten ist.
Wichtig ist allerdings, die Hausmittel richtig einzusetzen. Denn nicht jede Mischung ist automatisch sinnvoll und Essig oder Zitronensäure können empfindliche Oberflächen beschädigen. Hier findest du einfache Rezepte zum Putzmittel selber machen – inklusive Anwendung, Dosierung und Tipps zur sicheren Aufbewahrung.

Putzmittel selber machen: die wichtigsten Rezepte im Überblick
| Putzmittel | Zutaten | Geeignet für |
|---|---|---|
| Allzweckreiniger | Kernseife, Natron, Wasser | Küche und robuste Oberflächen |
| Essigreiniger | Essig, Wasser | Kalk, Glas, Armaturen |
| Zitronensäurereiniger | Zitronensäure, Wasser | Bad, Dusche und Kalkablagerungen |
| WC-Reiniger | Zitronensäure, Wasser, Speisestärke | Toilettenschüssel |
| WC-Tabs | Natron, Zitronensäure | Regelmäßige WC-Reinigung |
Bevor du einen selbstgemachten Reiniger verwendest, solltest du ihn immer zuerst an einer unauffälligen Stelle testen.
Warum Putzmittel selber machen?
Wer Reinigungsmittel selbst herstellt, braucht meist nur wenige Grundzutaten für unterschiedliche Bereiche im Haushalt. Statt für Bad, Küche, Fenster oder WC jeweils einen eigenen Spezialreiniger zu kaufen, kannst du mehrere Reinigungsmittel aus derselben Grundausstattung herstellen.
Das hat einige praktische Vorteile:
- Du kennst die Inhaltsstoffe: Du bestimmst selbst, was in deinem Reiniger steckt.
- Du brauchst weniger verschiedene Produkte: Wenige Hausmittel lassen sich für unterschiedliche Reinigungsaufgaben einsetzen.
- Du kannst Verpackungen wiederverwenden: Leere Sprühflaschen oder geeignete Flaschen können erneut befüllt werden.
- Du stellst nur so viel her, wie du brauchst: Kleine Mengen vermeiden unnötige Vorräte.
- Die Grundzutaten sind günstig und vielseitig einsetzbar.
Selbstgemacht bedeutet allerdings nicht automatisch harmlos. Auch Essig, Zitronensäure, Natron oder Soda können Haut und Augen reizen oder bestimmte Materialien beschädigen. Die richtige Dosierung ist deshalb genauso wichtig wie bei gekauften Putzmitteln.
Welche Zutaten brauchst du für selbstgemachte Putzmittel?
Für viele Rezepte reichen einige wenige Hausmittel aus.
| Zutat | Wirkung & Anwendung |
|---|---|
| Natron | Natron eignet sich besonders gut gegen Fett, Gerüche und leichte Verschmutzungen. Es kann beispielsweise in selbstgemachten Allzweckreinigern oder WC-Tabs verwendet werden. |
| Zitronensäure | Zitronensäure löst Kalk und eignet sich daher besonders gut für Bad, Dusche, Armaturen oder Toilette. Auf säureempfindlichen Materialien solltest du sie jedoch nicht einsetzen. |
| Essig | Auch Essig hilft gegen Kalkablagerungen und Wasserflecken. Besonders auf Glas, Keramik und geeigneten Armaturen kann ein verdünnter Essigreiniger praktisch sein. |
| Kernseife | Kernseife löst Fett und Schmutz und bildet eine gute Basis für einen milden selbstgemachten Allzweckreiniger. |
| Speisestärke | Speisestärke reinigt nicht selbst, kann einem flüssigen Reiniger aber eine dickflüssigere Konsistenz geben. Dadurch haftet beispielsweise selbstgemachter WC-Reiniger besser an der Toilettenschüssel. |
Allzweckreiniger selber machen mit Kernseife und Natron
Für einen einfachen Allzweckreiniger benötigst du:
- 500 ml warmes Wasser
- etwa 1 Teelöffel fein geriebene Kernseife
- 1 Teelöffel Natron
- eine saubere Flasche
So geht’s:
- Raspel die Kernseife möglichst fein.
- Gib sie in das warme Wasser und rühre, bis sie sich weitgehend aufgelöst hat.
- Lass die Mischung etwas abkühlen.
- Gib anschließend das Natron hinzu und verrühre alles.
- Fülle den Reiniger in eine saubere Flasche.
Der selbstgemachte Allzweckreiniger eignet sich beispielsweise für viele abwischbare Oberflächen in der Küche sowie für leichte Fett- und Schmutzablagerungen.
Vor der Anwendung solltest du die Flasche kurz schütteln.
Putzmittel mit Essig selber machen
Ein Essigreiniger gehört zu den einfachsten selbstgemachten Reinigungsmitteln.
Du brauchst:
- 1 Teil Haushaltsessig
- 1 Teil Wasser
- eine Sprühflasche
Fülle Essig und Wasser in die Flasche und schüttle die Mischung vorsichtig.
Der Reiniger eignet sich besonders gut gegen:
- Kalkflecken
- Wasserflecken
- Seifenreste
- Verschmutzungen auf Glas
- Kalk an geeigneten Armaturen
Sprühe nur eine kleine Menge auf die Oberfläche, lasse den Reiniger kurz einwirken und wische anschließend mit einem feuchten Tuch nach.
Wo solltest du Essigreiniger nicht verwenden?
Säure kann bestimmte Materialien angreifen. Verwende Essigreiniger deshalb nicht auf:
- Marmor
- Kalkstein
- anderen säureempfindlichen Natursteinen
- unbehandeltem Holz
- empfindlichen oder unbekannten Beschichtungen
Auch bei Gummidichtungen und Silikon solltest du mit konzentrierter Essigsäure vorsichtig sein.
Badreiniger mit Zitronensäure selber machen
Gerade im Bad sind Kalkablagerungen ein häufiges Problem. Dafür eignet sich ein Reiniger mit Zitronensäure.
Du brauchst:
- 500 ml Wasser
- etwa 1 bis 2 Esslöffel Zitronensäurepulver
- eine saubere Sprühflasche
Löse die Zitronensäure vollständig im Wasser auf und fülle die Mischung anschließend in die Flasche.
Sprühe den Reiniger auf verkalkte Stellen, lasse ihn kurz einwirken und wische mit einem feuchten Tuch nach. Anschließend mit klarem Wasser nachspülen.
Gut geeignet ist die Mischung beispielsweise für:
- Duschwände aus geeignetem Glas
- Fliesen
- Waschbecken
- geeignete Armaturen
- Kalkflecken im Bad
Auch hier gilt: Nicht auf Marmor oder anderen säureempfindlichen Natursteinen anwenden.
WC-Reiniger selber machen
Damit ein selbstgemachter WC-Reiniger besser an der Toilettenschüssel haftet, kannst du ihn leicht andicken.
Du brauchst:
- 400 ml Wasser
- etwa 1 Esslöffel Speisestärke
- 2 bis 3 Esslöffel Zitronensäure
- optional einen kleinen Spritzer Spülmittel
Zubereitung
- Verrühre zunächst einen Teil des Wassers mit der Speisestärke.
- Erwärme die Mischung unter ständigem Rühren, bis sie leicht eindickt.
- Lass sie vollständig abkühlen.
- Löse die Zitronensäure separat in etwas Wasser auf.
- Vermische anschließend beide Flüssigkeiten.
- Bei Bedarf kannst du einen kleinen Spritzer Spülmittel hinzufügen.
Gib den Reiniger unter den Toilettenrand und auf die Innenflächen der Toilettenschüssel. Lass ihn einige Minuten einwirken, bearbeite die Oberfläche mit der WC-Bürste und spüle anschließend.
WC-Tabs selber machen
Auch WC-Tabs kannst du mit wenigen Zutaten selbst herstellen.
Du brauchst:
- 3 Teile Natron
- 1 bis 1,5 Teile Zitronensäurepulver
- sehr wenig Wasser
- eine Silikon-Eiswürfelform
So funktioniert es
Vermische Natron und Zitronensäure gründlich miteinander. Gib anschließend nur tröpfchenweise Wasser hinzu, bis die Mischung ungefähr die Konsistenz von feuchtem Sand hat.
Verwende wirklich nur sehr wenig Wasser. Wird die Mischung zu nass, beginnt die Reaktion zwischen Natron und Zitronensäure bereits beim Herstellen.
Drücke die Masse anschließend in eine Silikonform und lasse die Tabs vollständig trocknen.
Bewahre sie danach trocken und luftdicht verschlossen auf.
Für die Anwendung gibst du einen Tab in die Toilettenschüssel, lässt ihn auflösen und reinigst anschließend mit der WC-Bürste nach.
Essig oder Zitronensäure: Was eignet sich besser zum Putzen?
Beide Hausmittel eignen sich vor allem gegen Kalk. Welches du verwendest, ist daher teilweise Geschmackssache.
Essig ist direkt einsatzbereit und eignet sich besonders gut für einen einfachen Essig-Wasser-Reiniger.
Zitronensäure ist nahezu geruchsneutral und lässt sich einfach dosieren. Deshalb eignet sie sich gut für selbstgemachte Bad- und WC-Reiniger.
Für Fett und allgemeinen Schmutz sind Säuren dagegen nicht immer die beste Wahl. Hier sind Kernseife, Spülmittel oder ein neutraler Allzweckreiniger meist sinnvoller.
Welche Hausmittel solltest du nicht miteinander mischen?
Nicht alles, was einzeln gut reinigt, ergibt zusammen einen besseren Reiniger.
Natron und Essig oder Zitronensäure
Mischt du Natron mit einer Säure, beginnt die Mischung zu sprudeln. Dabei reagieren beide Stoffe miteinander.
Das kann beispielsweise bei WC-Tabs gewollt sein. Für einen Reiniger, den du anschließend in einer Flasche aufbewahren möchtest, ist die Kombination dagegen wenig sinnvoll.
Essig und chlorhaltige Reiniger
Essig und andere Säuren dürfen niemals mit chlorhaltigen Reinigungs- oder Bleichmitteln vermischt werden.
Generell gilt: Selbstgemachte Reiniger solltest du nicht mit anderen Reinigungsprodukten kombinieren, wenn du nicht genau weißt, welche Inhaltsstoffe darin enthalten sind.
Für welche Oberflächen eignen sich selbstgemachte Putzmittel nicht?
Besonders bei säurehaltigen Reinigern ist Vorsicht geboten.
Essig und Zitronensäure solltest du unter anderem nicht auf kalkhaltigen Natursteinen wie Marmor oder Kalkstein verwenden. Die Säure kann die Oberfläche angreifen und stumpfe Stellen verursachen.
Auch bei folgenden Materialien solltest du vorsichtig sein:
- geöltem oder unbehandeltem Holz
- empfindlichem Parkett
- beschichtetem Laminat
- lackierten Oberflächen
- empfindlichen Kunststoffen
- Gummi- und Silikonteilen
Prüfe im Zweifel die Pflegehinweise des Herstellers und teste den Reiniger zunächst an einer unauffälligen Stelle.
Wie lange sind selbstgemachte Putzmittel haltbar?
Selbstgemachte Reinigungsmittel enthalten in der Regel keine Konservierungsstoffe. Deshalb solltest du lieber kleinere Mengen herstellen und diese regelmäßig erneuern.
Besonders Mischungen mit Wasser oder Seife sollten nicht monatelang aufbewahrt werden.
Achte außerdem darauf:
- nur saubere Flaschen zu verwenden,
- Flaschen gut zu verschließen,
- den Inhalt und das Herstellungsdatum zu beschriften,
- Reiniger kühl und vor direkter Sonne geschützt aufzubewahren.
Verändert sich Geruch, Farbe oder Konsistenz deutlich, solltest du die Mischung nicht weiterverwenden.
Putzmittel sicher aufbewahren
Auch selbstgemachte Putzmittel gehören nicht in Kinderhände.
Bewahre Essigessenz, Zitronensäure, Natron, Soda und fertige Mischungen deshalb außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren auf.
Fülle selbstgemachte Reiniger außerdem niemals in Getränke- oder Lebensmittelbehälter. Eine eindeutig beschriftete Reinigungsmittelflasche verhindert Verwechslungen.
Auf ätherische Öle kannst du bei selbstgemachten Reinigern problemlos verzichten. Sie sind für die eigentliche Reinigungswirkung meist nicht notwendig und können für empfindliche Personen oder Haustiere problematisch sein.
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Putzmittel selber machen kann günstig und praktisch sein – den eigentlichen Hausputz erledigen sie allerdings nicht von allein.
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Reinigungskraft buchenHäufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie kann ich selbst Putzmittel herstellen?
Um Putzmittel selbst herzustellen, brauchst du nur wenige Grundzutaten wie Essig, Zitronensäure, Natron und Kernseife. Je nach Verschmutzung kommen unterschiedliche Mittel zum Einsatz: Essig und Zitronensäure eignen sich vor allem gegen Kalk, während Natron und Kernseife bei Fett und allgemeinem Schmutz helfen können.
Mische die Zutaten am besten nur in kleinen Mengen und fülle den fertigen Reiniger in eine saubere, eindeutig beschriftete Flasche. Achte darauf, das Rezept an die jeweilige Oberfläche anzupassen und teste den Reiniger zunächst an einer unauffälligen Stelle.
Für welche Oberflächen sind selbstgemachte Putzmittel nicht geeignet?
Säurehaltige Reiniger mit Essig oder Zitronensäure eignen sich nicht für säureempfindliche Materialien wie Marmor, Kalkstein und andere kalkhaltige Natursteine. Die Säure kann die Oberfläche angreifen und stumpfe Stellen verursachen.
Auch bei unbehandeltem Holz, empfindlichem Parkett, lackierten Oberflächen sowie Gummi- und Silikonteilen solltest du vorsichtig sein. Prüfe im Zweifel die Pflegehinweise des Herstellers und teste den Reiniger zunächst an einer unauffälligen Stelle.
Wie lange sind selbstgemachte Reinigungsmittel haltbar?
Die Haltbarkeit hängt von den verwendeten Zutaten ab. Selbstgemachte Reiniger mit Wasser, Seife oder anderen leicht verderblichen Bestandteilen solltest du lieber in kleinen Mengen herstellen und nicht über längere Zeit aufbewahren.
Verwende saubere Flaschen, beschrifte sie mit Inhalt und Herstellungsdatum und lagere sie kühl sowie vor direkter Sonne geschützt. Verändern sich Geruch, Farbe oder Konsistenz deutlich, solltest du den Reiniger nicht mehr verwenden.
Sind selbstgemachte Putzmittel sicher für Haushalte mit Kindern und Haustieren?
Auch selbstgemachte Putzmittel sind nicht automatisch ungefährlich. Zutaten wie Essigessenz, Zitronensäure, Natron oder Soda können Haut, Augen und Schleimhäute reizen und sollten nicht verschluckt werden.
Bewahre sowohl die Grundzutaten als auch fertige Reiniger deshalb außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren auf. Auf ätherische Öle kannst du bei selbstgemachten Reinigern verzichten, da sie für die Reinigungswirkung nicht notwendig sind und einige davon für Haustiere problematisch sein können.
Wie kann ich Putzmittel mit Essig selber machen?
Für einen einfachen Essigreiniger mischst du Haushaltsessig und Wasser im Verhältnis 1:1 in einer sauberen Sprühflasche. Die Mischung eignet sich vor allem gegen Kalk, Wasserflecken und Seifenreste auf säurebeständigen Oberflächen.
Sprühe den Reiniger sparsam auf, lasse ihn kurz einwirken und wische anschließend mit einem feuchten Tuch nach. Verwende Essigreiniger nicht auf Marmor, Kalkstein, unbehandeltem Holz oder anderen säureempfindlichen Materialien. Essig darf außerdem niemals mit chlorhaltigen Reinigern oder Bleichmitteln gemischt werden.








