Bettwäsche waschen: Der komplette Guide für Hygiene und Pflege

Lesezeit: 3 Minuten

Nichts schlägt das Gefühl, sich nach einem langen Tag in frisch bezogene Laken fallen zu lassen. Doch damit das so bleibt, ist die richtige Pflege entscheidend: Wer seine Bettwäsche waschen möchte, steht oft vor der Frage nach der richtigen Temperatur und dem passenden Programm. Ob strapazierfähige Baumwolle, edle Seide oder sommerliches Leinen – jedes Material hat eigene Ansprüche an Hygiene und Faserschutz. In diesem Ratgeber erfährst du, wie du deine Bettwäsche richtig waschen kannst, bei welchen Temperaturen Bakterien keine Chance haben und wie du Farben sowie Stoffe langfristig wie neu erhalten kannst.

Bettwäsche waschen: Bettdecke abziehen

Wie oft solltest du deine Bettwäsche wechseln und waschen?

Alle zwei Wochen die Bettwäsche zu waschen, ist eine bewährte Faustregel, die für die meisten Haushalte ideal ist. Warum das so wichtig ist? Jede Nacht verlierst du bis zu einem halben Liter Schweiß und hinterlässt Hautschuppen sowie Haare in den Textilien.

Bestimmte Umstände erfordern jedoch einen häufigeren Wechsel. Wenn du stark schwitzt, nackt schläfst oder Allergiker bist, solltest du dich für einen wöchentlichen Rhythmus entscheiden, um Keime und Milben wirksam zu reduzieren. Auch im Sommer empfiehlt sich ein kürzerer Abstand. Nach einer Krankheit gehört das Bettzeug sofort in die Waschmaschine. Achte dabei auf das Material: Während du robuste Baumwolle oft waschen kannst, braucht edle Seide eine sanftere Behandlung.

Bei wie viel Grad Bettwäsche waschen für optimale Hygiene?

60 Grad gelten als die ideale Temperatur, wenn du deine Bettwäsche waschen und maximale Keimfreiheit erreichen willst – besonders bei Baumwolle und Mikrofaser. Diese Hitze tötet Bakterien und Milben zuverlässig ab.

Empfindliche Stoffe wie Seide vertragen meist nur maximal 30 Grad, Leinen sollte bei höchstens 40 Grad gewaschen werden. In diesen Fällen kannst du einen Hygienespüler nutzen, um auch bei niedrigen Temperaturen für Desinfektion zu sorgen. Bei normaler Verschmutzung reichen 40 Grad oft völlig aus, da moderne Waschmittel sehr effektiv sind. Mein Tipp: Wasch mindestens einmal im Monat bei 60 Grad mit einem pulverförmigen Vollwaschmittel, damit sich in deiner Maschine keine Keime bilden.

Materialspezifische Pflege: Welches Programm ist das richtige?

Baumwolle, Mikrofaser und Leinen kannst du perfekt im Koch- oder Buntwäscheprogramm waschen. Diese Materialien vertragen die längere Laufzeit und mehr Wasser, wodurch Schmutz gründlich entfernt wird.

Für empfindliche Seide wählst du am besten das Feinwaschprogramm oder ein spezielles Seidenprogramm. Jersey und Satin fühlen sich im Pflegeleicht-Programm wohl, da hier die Schleuderzahl niedriger ist. Nutze ein Feinwaschmittel ohne optische Aufheller, um die Fasern zu schützen. Verzichte auf Weichspüler: Er verklebt die Fasern und sorgt dafür, dass die Bettwäsche weniger Schweiß aufsaugen kann.

Spezielle Situationen: Allergie, Flecken und neue Bettwäsche

Bei Flecken gilt: Schnell handeln! Blutflecken solltest du erst mit kaltem Wasser einweichen, bevor sie bei 60 Grad in die Maschine wandern. Gegen Schweißflecken helfen Hausmittel wie Backpulver oder Gallseife vor dem regulären Waschgang.

Ganz wichtig: Neue Bettwäsche solltest du vor dem ersten Gebrauch unbedingt waschen. So entfernst du chemische Rückstände aus der Produktion, die Hautirritationen auslösen könnten. Dreh die Bezüge dafür auf links und schließ alle Verschlüsse – so bleiben die Farben strahlend und der Stoff geschützt.

Bettwäsche auf links waschen und richtig trocknen

Wenn du deine Bettwäsche auf links wäschst, schützt du die Farben und das Gewebe vor dem Abrieb in der Trommel. Schließ zudem alle Reißverschlüsse und Knöpfe, damit sich keine anderen Wäschestücke darin verfangen.

An der frischen Luft trocknet deine Bettwäsche besonders schonend (auch hier: linksherum lassen!). Baumwolle darf meist auch in den Trockner. Ein kleiner Lifehack: Bewahre die Bezüge auch im Schrank auf links gefaltet auf – so kannst du sie beim nächsten Wechsel viel schneller über die Decke ziehen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welches Waschmittel ist für Bettwäsche geeignet?

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Das hängt vom Material ab: Für bunte Stoffe eignet sich Colorwaschmittel, für weiße Baumwolle Vollwaschmittel. Empfindliche Materialien wie Seide oder Leinen solltest du mit einem Feinwaschmittel ohne Bleiche waschen.

Welches Waschprogramm soll ich wählen?

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Baumwolle und Leinen kannst du im Koch-/Buntwäscheprogramm waschen. Für Satin oder Seide ist das Feinwaschprogramm mit niedriger Schleuderzahl ideal. Viele moderne Waschmaschinen verfügen außerdem über ein spezielles Bettwäsche-Programm.

Wie wasche ich bunte Bettwäsche am besten?

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Wasche bunte Bettwäsche bei 40 bis 60 Grad mit Colorwaschmittel und drehe die Bezüge immer auf links. Trenne helle und dunkle Farben, damit es nicht zu Verfärbungen kommt.

Wie viele Umdrehungen sind beim Schleudern sinnvoll?

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Baumwolle verträgt bis zu 1.400 Umdrehungen. Bei Satin oder Flanell solltest du auf 600 bis 800 reduzieren. Kissen oder Decken wäschst du am besten bei 400 bis 600 Umdrehungen, um die Füllung zu schonen.

Warum sollte man neue Bettwäsche vor dem ersten Benutzen waschen?

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Beim ersten Waschen werden Produktionsrückstände, Staub und überschüssige Farbstoffe entfernt. Außerdem wird die Bettwäsche dadurch weicher und deutlich saugfähiger.

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Stine
Stine liebt alles rund um DIY und einfache Lösungen für den Alltag. Besonders am Herzen liegt ihr ein nachhaltiger Lebensstil – möglichst umweltschonend, ohne dass es kompliziert wird. In ihren Artikeln teilt sie praktische Tipps, die im echten Leben funktionieren: ehrlich, alltagsnah und leicht umzusetzen.
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