Backofen reinigen: So entfernst du Eingebranntes und Fett von Wänden und Ofenrost

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Ein sauberer Backofen ist nicht nur schöner anzusehen, sondern auch hygienischer, effizienter und langlebiger. Doch wer kennt es nicht: Eingebranntes Fett, hartnäckige Krusten, eine matte Glasscheibe – nach ein paar Wochen intensiver Nutzung sieht der Ofen schnell unappetitlich aus. Viele schieben die Reinigung immer weiter auf, weil sie denken, sie sei mühsam oder zeitaufwendig. Dabei ist das gar nicht nötig!

Mit der richtigen Methode, ein paar einfachen Kniffen und etwas Geduld kannst du deinen Backofen gründlich reinigen – und zwar so, dass er wieder glänzt wie neu.

Warum es wichtig ist, den Backofen regelmäßig zu reinigen

Ein verschmutzter Backofen sieht nicht nur unschön aus, sondern kann auch gesundheitliche und funktionale Nachteile haben. Eingebrannte Essensreste können bei hohen Temperaturen Rauch entwickeln oder sogar unangenehme Gerüche auf dein Essen übertragen. Außerdem arbeitet ein sauberer Ofen effizienter – das spart Energie und verlängert seine Lebensdauer.

Tipp: Wenn du nach dem Backen ein paar Minuten Zeit investierst, sparst du dir später stundenlanges Schrubben. Eine regelmäßige kleine Reinigung ist viel einfacher als eine große Grundreinigung nach Monaten.

Eingebrannten Backofen reinigen – die besten Strategien

Eingebranntes ist das häufigste Problem beim Backofenreinigen. Fettspritzer, übergelaufene Soßen oder Käse, der vom Blech tropft, brennen sich bei hohen Temperaturen ein und haften fest an Boden, Wänden und Türglas. Um sie zu lösen, braucht es vor allem Geduld und Wärme.

So reinigst du einen eingebrannten Backofen Schritt für Schritt:

  1. Vorbereitung:
    Entferne alle Bleche, Roste und herausnehmbaren Teile. Grobe Reste oder Asche kannst du mit einem feuchten Tuch oder Staubsauger auskehren.
  2. Dampf nutzen:
    Stelle eine ofenfeste Schale mit heißem Wasser in den Ofen und heize ihn auf etwa 100 °C. Lass den Dampf 20–30 Minuten wirken – so weichen Fettrückstände auf.
  3. Reinigungsmittel auftragen:
    Verwende einen milden Ofenreiniger oder eine selbstgemachte Paste (z. B. aus Natron und Wasser). Trage sie großzügig auf die eingebrannten Stellen auf.
  4. Einwirkzeit:
    Lasse die Lösung mindestens 30 Minuten, besser über Nacht einwirken. In dieser Zeit löst sich das Eingebrannte von selbst.
  5. Nachwischen:
    Wische alle Flächen mit einem feuchten Tuch oder Schwamm gründlich ab. Bei Bedarf wiederhole den Vorgang.
  6. Trocknen:
    Zum Schluss die Tür offen stehen lassen, bis alles vollständig trocken ist.

💡 Tipp

Bei sehr starker Verschmutzung kannst du den Ofen kurz auf 50–60 °C aufheizen, bevor du die Reinigungspaste aufträgst. Die Wärme verstärkt den Effekt und hilft, eingebrannte Rückstände leichter zu lösen.

Backofen-Scheibe reinigen – für klare Sicht beim Backen

Eine trübe Ofenscheibe ist ärgerlich: Man sieht kaum, ob der Kuchen schon goldbraun ist oder der Braten zu dunkel wird. Meist sind es Fettspritzer oder Dampf, die sich auf der Innenseite absetzen.

So bekommst du das Glas wieder sauber:

  • Äußere Scheibe: Einfach mit warmem Wasser, etwas Spülmittel und einem Mikrofasertuch abwischen.
  • Innere Scheibe: Viele Ofentüren lassen sich mit wenigen Handgriffen auseinanderbauen. In der Anleitung deines Geräts steht, wie es geht. Danach kannst du beide Glasschichten mit Glasreiniger oder Natronlösung reinigen.
  • Hartnäckige Rückstände: Entferne sie vorsichtig mit einem Ceranfeldschaber – aber achte darauf, die Oberfläche nicht zu verkratzen.

💡 Tipp

Damit sich das Glas gar nicht erst stark zusetzt, nach jedem Braten kurz mit einem feuchten Tuch abwischen, sobald der Ofen nur noch handwarm ist.

Backofen-Glas reinigen – wenn’s richtig eingebrannt ist

Manchmal reichen sanfte Methoden nicht mehr. Wenn das Glas richtig eingebrannt ist, helfen stärkere Maßnahmen:

  1. Trage eine Paste aus Backpulver und Wasser auf die betroffenen Stellen auf.
  2. Lass sie 1–2 Stunden einwirken.
  3. Wische alles mit einem feuchten Schwamm ab.
  4. Poliere das Glas mit einem trockenen Tuch, um Streifen zu vermeiden.

Wenn du regelmäßig Braten oder Pizza zubereitest, ist diese Tiefenreinigung etwa einmal im Monat sinnvoll.

Seitenwände im Backofen reinigen – nicht vergessen!

Die Seitenwände sind echte Schmutzfallen. Besonders bei Umluft verteilt sich Fett gleichmäßig im ganzen Ofen – auch dort, wo du es kaum siehst.

So reinigst du sie gründlich:

  1. Einschubgitter entfernen – sie lassen sich meist einfach aushaken.
  2. Reinigungsmittel aufsprühen – oder eine Paste aus Natron und Wasser auftragen.
  3. Einwirken lassen – mindestens 30 Minuten.
  4. Mit warmem Wasser abwischen – und gut nachtrocknen.

Wenn dein Ofen eine Katalyse-Beschichtung hat, funktioniert die Reinigung teilweise automatisch: Bei Temperaturen ab 200 °C verbrennen Fettrückstände von selbst. Trotzdem lohnt sich ab und zu eine manuelle Nachreinigung, um die Beschichtung zu schonen.

Ofenrost reinigen – mit diesen Tricks klappt’s mühelos

Der Ofenrost ist oft am schlimmsten betroffen. Zwischen den Metallstreben sammelt sich Fett, das mit der Zeit regelrecht einbrennt. Doch auch das lässt sich lösen.

Methode 1: Einweichen in der Badewanne
Lege den Rost in die Badewanne oder in eine große Wanne. Gib heißes Wasser und etwas Spülmittel oder Backpulver hinzu und lasse ihn über Nacht einweichen. Am nächsten Tag kannst du die Reste mit einer Bürste oder einem Schwamm entfernen.

Methode 2: Müllsack-Trick
Lege den Rost in einen großen Müllsack, gib eine halbe Tasse Ammoniak oder etwas Backofenspray hinein, verschließe den Beutel gut und lass ihn über Nacht draußen stehen (nicht im Haus, wegen der Dämpfe!). Am nächsten Tag reicht ein feuchtes Tuch – der Schmutz löst sich fast von allein.

Methode 3: Hausmittel-Variante
Natron und Zitronensaft ergeben zusammen eine effektive, aber sanfte Reinigungslösung. Auftragen, einwirken lassen, abspülen – fertig!

Wie oft sollte man den Backofen reinigen?

Die Häufigkeit hängt davon ab, wie intensiv du ihn nutzt. Wenn du viel backst, solltest du alle zwei bis vier Wochen eine gründliche Reinigung einplanen. Wer seltener kocht, kommt auch mit einem Intervall von sechs bis acht Wochen aus.

Trotzdem lohnt sich eine kleine Routine nach jedem Gebrauch:

  • Nach dem Backen Ofen auf 50 °C herunterkühlen lassen.
  • Mit einem feuchten Lappen über Boden und Wände wischen.
  • Tür offenstehen lassen, damit die Restfeuchtigkeit verdunsten kann.

So bleibt dein Ofen dauerhaft frisch – und du vermeidest eingebrannte Rückstände.

Backofen reinigen ohne Chemie – wann sich natürliche Methoden lohnen

Bei Flächen, die mit Nahrung in Berührung kommen, sind natürliche Alternativen oft die sanftere Wahl. Backpulver, Natron oder Zitronensäure wirken stark gegen Fett und Geruch, ohne aggressive Inhaltsstoffe. Sie eignen sich besonders, wenn Kinder oder Haustiere im Haushalt leben. In unserem Artikel „Backofen reinigen mit Hausmitteln“ erfährst du mehr darüber.

Für besonders hartnäckige Verschmutzungen darf es aber ruhig mal ein spezieller Ofenreiniger sein – am besten ein Produkt ohne Chlor und Ammoniak. Achte darauf, die Räume gut zu lüften und Handschuhe zu tragen.

Fazit: Sauberer Ofen, besseres Kocherlebnis

Ein sauberer Backofen sorgt nicht nur für bessere Ergebnisse beim Backen, sondern auch für ein angenehmes Raumklima. Mit ein paar einfachen Schritten kannst du eingebrannten Schmutz, Fett und Dampfablagerungen entfernen – von der Scheibe bis zum Rost.

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Published by Pascal

Pascal has worked for over 15 years in the hygiene and household cleaning sector. A former team leader in a professional cleaning company, he trained in alternative methods using only natural products, aiming for both ecological responsibility and cleaning efficiency

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