Spülmaschine reinigen: So bekommst du deinen Geschirrspüler wieder strahlend sauber

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Eine Spülmaschine wirkt auf den ersten Blick wie ein Gerät, das sich ganz von selbst sauber hält. Schließlich läuft heißes Wasser durch, Klarspüler verteilt sich – und trotzdem sammeln sich innen mit der Zeit Fett, Essensreste, Kalk oder sogar Schimmelsporen an. All das führt zu hartnäckigen Gerüchen, schlecht gespültem Geschirr oder verstopften Sprüharmen. Deshalb lohnt es sich, die Spülmaschine regelmäßig zu reinigen, damit sie hygienisch bleibt und zuverlässig arbeitet.

Viele Probleme entstehen im Alltag schleichend: Gläser kommen trüb aus dem Geschirrspüler, Teller wirken nicht komplett sauber oder es riecht beim Öffnen muffig. Das hat meistens einfache Ursachen – ein verschmutztes Sieb, eine blockierte Pumpe, Ablagerungen in der Wassertasche oder verstopfte Düsen. Mit einer gründlichen Reinigung bekommst du diese Bereiche jedoch schnell wieder in den Griff.

Warum eine regelmäßige Reinigung so wichtig ist

Im Alltag wird der Geschirrspüler meist mehrfach pro Woche verwendet, oft sogar täglich. Und genau das führt dazu, dass sich im Inneren des Geräts nach und nach Rückstände ablagern. Fett aus Töpfen und Pfannen setzt sich in den Ecken ab, feine Essensreste verfangen sich im Sieb und Kalk lagert sich an Leitungen, Düsen und Heizstäben ab.

Mit der Zeit entsteht eine Mischung aus Fett, Wasser, Schmutzpartikeln und Kalk, die zu einem Biofilm wird. Dieser Film ist der Hauptgrund dafür, dass der Geschirrspüler irgendwann unangenehm riecht – ein typischer „muffiger“ oder „fauliger“ Geruch, der dir beim Öffnen entgegenschlägt. Gleichzeitig verschlechtert sich das Spülergebnis, Gläser wirken stumpfer, und auch der Energieverbrauch kann steigen.

Eine regelmäßige Reinigung der Spülmaschine sorgt dafür,

– dass das Gerät hygienisch bleibt,
– dass Teller und Gläser klar und sauber herauskommen,
– dass die Maschine leiser und effizienter arbeitet,
– und dass die Lebensdauer des Geschirrspülers deutlich verlängert wird.

Viele Probleme, die später teuer werden können – etwa Schäden an der Pumpe oder der Wassertasche –, lassen sich mit einfachen Reinigungsschritten problemlos verhindern.

Wie oft sollte man die Spülmaschine reinigen?

Diese Frage wird oft gestellt, und die Antwort hängt natürlich davon ab, wie intensiv das Gerät genutzt wird. Als Orientierung kannst du dir folgende Intervalle merken:

alle 2–4 Wochen: Reinigung von Sieb, Filter und unteren Bereich
einmal im Monat: heißes Programm im Leerlauf
alle 2–3 Monate:
Reinigung der Sprüharme, Türdichtung und des Innenraums
2–3 Mal pro Jahr: Blick in die Wassertasche, Entkalkung bei hartem Wasser

Wenn du regelmäßig fetthaltiges Geschirr spülst, lohnt es sich sogar, das Sieb einmal pro Woche auszuspülen – das dauert nur wenige Sekunden und verhindert Gerüche effektiv.

Das Sieb – das Herzstück jeder Reinigung

Das Sieb, oft auch „Filtereinheit“ genannt, ist der Bereich, an dem sich die meisten Verschmutzungen ansammeln. Hier landen Essensreste, Schalen, Kerne und andere Partikel, die das Gerät während des Spülgangs abfängt.

Ein verschmutztes Sieb ist die häufigste Ursache für schlechten Geruch oder unzureichend gereinigtes Geschirr. Wenn du das Sieb herausdrehst, siehst du meist direkt, wo sich Rückstände festgesetzt haben. Mit warmem Wasser, etwas Spülmittel und einer weichen Bürste lässt sich dieser Bereich schnell reinigen. Während du das Sieb säuberst, kannst du gleichzeitig einen Blick auf den darunterliegenden Bereich werfen – auch dort sammeln sich häufig kleine Partikel, die später Probleme bereiten können.

Die Pumpe – oft übersehen, aber entscheidend

Unter dem Sieb befindet sich bei vielen Modellen eine kleine Klappe oder ein Zugang zur Pumpe. Dieser Bereich ist wichtig, da sich dort gerne Fremdkörper ansammeln, etwa Glassplitter, kleine Knochen oder Obstkerne. Solche Gegenstände können verhindern, dass die Pumpe richtig arbeitet, und im schlimmsten Fall sogar blockieren.

Die Reinigung der Pumpe ist meist einfach: Deckel öffnen, Fremdkörper vorsichtig entfernen und darauf achten, nichts zu verkanten. Das allein kann schon dazu führen, dass die Spülmaschine wieder leiser arbeitet und besser abpumpt.

Die Sprüharme – für sauberes Geschirr unverzichtbar

Wenn Teller, Tassen oder Gläser nicht mehr richtig sauber werden, sind oft die Düsen der Sprüharme verstopft. Fett, Kalk und kleine Schmutzpartikel setzen sich dort über die Zeit fest.

Die Sprüharme lassen sich bei den meisten Geräten mit einem einfachen Handgriff abschrauben. Unter fließendem warmen Wasser kannst du sie durchspülen. Für besonders feine Düsen eignet sich ein Zahnstocher, eine Nadel oder ein Pfeifenreiniger – damit lassen sich selbst hartnäckige Ablagerungen leicht lösen. Sobald die Düsen wieder frei sind, verteilt die Maschine das Wasser gleichmäßiger und das Spülergebnis verbessert sich sofort.

Die Wassertasche – ein Bereich, den viele gar nicht kennen

Die Wassertasche, die an der Seite des Geschirrspülers verläuft, erfüllt eine wichtige Funktion beim Wassermanagement. Sie sorgt dafür, dass immer die richtige Menge Wasser in der Maschine ankommt und reguliert den Zulauf sowie die Temperaturverteilung.

Mit der Zeit können sich in der Wassertasche jedoch Ablagerungen bilden – insbesondere Fett und Kalk. Diese Mischung kann zu sichtbaren Verfärbungen, zu ungleichmäßigem Wasserstand oder sogar zu Fehlercodes führen.

Bei manchen Modellen lässt sich die Wassertasche leicht ausbauen und manuell durchspülen. Bei anderen Geräten sind die Teile fest verbaut, sodass eine Reinigung nur über einen heißen Leerlauf oder einen speziellen Maschinenreiniger möglich ist. Beide Methoden lösen Fett und Kalk zuverlässig, wenn sie regelmäßig angewendet werden.

Der Innenraum – mehr als nur Edelstahl

Auch wenn der Innenraum aus Edelstahl besteht und auf den ersten Blick sauber wirkt, setzen sich in den Ecken, an der Türdichtung oder im unteren Bereich oft fettige Ablagerungen fest. Deshalb lohnt es sich, den Innenraum ab und zu mit einem feuchten Tuch und warmem Wasser auszuwischen. Auch die Dichtung verdient Aufmerksamkeit: In diesem Bereich sammeln sich gerne Schmutz und Feuchtigkeit, die im schlimmsten Fall Schimmel begünstigen.

Bei Schimmel oder hartnäckigen Ablagerungen hilft eine Mischung aus warmem Wasser und Essig – aber bitte sparsam einsetzen. Essig ist effektiv, kann aber auf Dauer Gummidichtungen angreifen. Schonender ist Zitronensäure, die Kalk hervorragend löst und gleichzeitig einen frischen Duft hinterlässt.

Reinigung im Leerlauf – die einfache Variante für zwischendurch

Eine der besten Methoden, die Spülmaschine gründlich zu reinigen, ist ein heißes Programm ohne Geschirr. Während dieses sogenannten Leerlaufs erreicht das Reinigungsmittel jede Ecke des Geräts, ohne dass Teller, Töpfe oder Besteck den Weg versperren.

Vor dem Leerlauf solltest du nur grobe Verschmutzungen entfernen und das Sieb kurz ausspülen. Danach gibst du entweder einen speziellen Maschinenreiniger oder etwas Natron in den Innenraum und wählst ein Programm mit mindestens 60 bis 70 Grad. Diese Kombination löst Fett und Kalk effektiv und macht die Maschine hygienisch sauber.

Einmal im Monat reicht völlig aus – und du wirst sofort merken, dass die Spülmaschine danach besser riecht und sauberer arbeitet.

Welche Hausmittel eignen sich zur Reinigung?

Viele verzichten bewusst auf aggressive Chemikalien und greifen lieber zu Hausmitteln. Tatsächlich funktionieren einige davon sehr gut:

Natron entfernt Gerüche und wirkt leicht fettlösend.
Zitronensäure ist ideal gegen Kalk und schonender als Essig.
Backpulver hat eine ähnliche Wirkung wie Natron, schäumt aber stärker.
Essig ist wirksam, sollte aber wegen der empfindlichen Dichtungen sparsam eingesetzt werden.

Eine besonders effektive Kombination besteht darin, Natron auf den Boden der Maschine zu streuen und Zitronensäure in den Besteckkorb zu geben. Beim heißen Leerlauf lösen sich beide Stoffe auf und reinigen die Maschine gründlich.

In unserem Artikel „Spülmaschine reinigen mit Hausmitteln“ findest du noch mehr Tipps!

Häufige Probleme – und wie du sie vermeiden kannst

Wenn die Spülmaschine plötzlich müffelt, kommt das fast immer von einem verschmutzten Sieb oder einem fettigen Innenraum. Trübe Gläser sind ein Zeichen für Kalkablagerungen oder falsche Wasserhärte. Ein schlecht gereinigtes Geschirr kann auf verstopfte Sprüharme oder eine blockierte Pumpe hinweisen.

Die meisten dieser Probleme lassen sich verhindern, wenn du die Reinigung zur Routine machst. Gerade das Sieb sollte nicht zu lange ungeputzt bleiben – schon wenige Sekunden Aufwand verhindern Gerüche zuverlässig.

Profi-Tipps für dauerhaft beste Ergebnisse

Ein Geschirrspüler bleibt am längsten sauber, wenn du ihn nicht nur regelmäßig reinigst, sondern auch im Alltag ein paar einfache Dinge beachtest. Entferne grobe Essensreste vor dem Einräumen, überfülle das Gerät nicht und achte darauf, dass sich die Sprüharme frei drehen können.

Auch die richtige Einstellung der Wasserhärte spielt eine große Rolle: Wenn zu wenig Salz verwendet wird, entstehen Kalkablagerungen, die sowohl das Spülergebnis als auch die Maschine selbst beeinträchtigen. Nutzt du regelmäßig hohe Temperaturen, beugst du außerdem Fettablagerungen im Inneren vor.

Mit diesen einfachen Gewohnheiten bleibt die Spülmaschine nicht nur sauber, sondern auch effizient, leise und langlebig.

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Published by Pascal

Pascal has worked for over 15 years in the hygiene and household cleaning sector. A former team leader in a professional cleaning company, he trained in alternative methods using only natural products, aiming for both ecological responsibility and cleaning efficiency

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